Stadtentwicklung: Neues Arbeiten

Von den 1970er Jahren bis heute wird die Entwicklung Düsseldorfs vom Prozess des Strukturwandels von einer Industriestadt zur Handels-, Dienstleistungs-, Medien- und Kommunikationsstadt geprägt. Heute sind 84 % der Beschäftigten im Dienstleistungssektor tätig. Sichtbares Zeichen dieser Entwicklung ist die Bürobautätigkeit.

Strukturwandel

Der frühe Boom der Kohle- und Stahlproduktion und die politischen Vorgaben sorgten in Nordrhein-Westfalen dafür, dass sich die altindustriellen Profile zunächst hielten. Die Verlagerung des ökonomischen Gewichts auf den Dienstleistungssektor zeigt sich erst seit den 1970er Jahren.

Diesen Strukturwandel erlebte auch die Industriestadt Düsseldorf. Produktion und produktionsnahe Dienstleistungen gingen hier eine fruchtbare Symbiose ein.

Erwerbtätige am Arbeitsort Düsseldorf (in 1.000)

Die städtebauliche Umwandlung von Teilflächen des Haupthafens

Ein Beschluss des Stadtrats vom 8. Juli 1976, einen Teilbereich des Haupthafens für eine städtebauliche Neuordnung freizustellen, erlaubte die Umstrukturierung von zunächst 19 Hektar Grundstücks- und Wasserflächen bis zum Jahr 2010. Betroffen war in der ersten Umwandlungsphase das Gebiet um den Berger- und Zollhafen einschließlich der Wasserflächen.

Getreide- Silo mit Verladekrahn, 1979

Von der Monokultur zum Branchenmix

Betrug der Anteil des produzierenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung des Landes Nordrhein-Westfalen Anfang der 1970er Jahre noch 50 %, waren es in den folgenden dreißig Jahren nur noch 30 %. Dem gegenüber stieg der Anteil des Dienstleistungssektors im gleichen Zeitraum von 40 % auf 70 %.

In Düsseldorf boten sich durch Betriebsstilllegungen freie Flächen zur Umstrukturierung an, die vorher von der Eisen- und Stahlindustrie, der Bahn, der Post und dem Hafen genutzt wurden.

Umstrukturierungsgebiete in Düsseldorf 2007

Der Medienhafen

Heute befinden sich in diesem Gebiet der Fernmeldeturm, Handelsbetriebe, Büros, Gastronomie, Kultureinrichtungen, Hotels und Wohnungen. In der zweiten Umwandlungsphase wurde das Gebiet zwischen Handelshafen und Hammer Straße erschlossen und bebaut. Durch den Erhalt von Gebäude und Umschlagstellen am Handelshafen bleibt das Ambiente des alten Hafens erlebbar.

Der Medienhafen 2015
Menü