RAG Aktiengesellschaft, Essen

Die RAG Aktiengesellschaft (ehemals Ruhrkohle AG) ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Essen, das traditionell im Bereich des Steinkohlenbergbaus tätig ist, in den vergangenen Jahren durch Zukäufe auch eine starke Chemiesparte dazugewonnen hat und darüber hinaus im Kraftwerksbau und im Immobilienbereich tätig war. Am 14. September 2006 wurde der so genannte „weiße Bereich“, d. h. die Nicht-Steinkohlesparten Chemie, Energie und Immobilien, in die RAG Beteiligungs AG ausgegliedert, die am 12. September 2007 in Evonik Industries AG umbenannt wurde. Die RAG besteht nach Abschluss der Umorganisation als Holding der Unternehmensteile RAG Anthrazit Ibbenbüren, RAG Montan Immobilien, RAG Mining Solutions und RAG Verkauf fort. Die RAG Aktiengesellschaft und Evonik Industries gingen Ende 2007 in den Besitz der RAG-Stiftung über. 2017 zog das Unternehmen vollständig von Herne nach Essen, auf das Gelände der ehemaligen Zeche Zollverein.[2] Der Neubau auf dem Gelände der Zeche Zollverein kostete den Konzern 25 Millionen Euro.[

Das Unternehmen wurde am 27. November 1968 als Konsolidierungsunternehmen der deutschen Steinkohleförderung gegründet.[4] Sie umfasste zu diesem Zeitpunkt 80 % der bundesdeutschen Steinkohlenbergwerke. 1969 wurde mit dem Hüttenvertrag zwischen der Ruhrkohle AG und den deutschen Hüttenbetrieben die Geschäftsgrundlage des Unternehmens sichergestellt.

1972 beschäftigte das Unternehmen 168.400 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 7,2 Milliarden DM.

1975 wurde mit dem Kohlepfennig eine direkte Subventionierung der deutschen Steinkohleförderung durch einen Aufschlag auf den Strompreis eingeführt. Diese Subvention wurde 1994 für verfassungswidrig erklärt. In verschiedenen Abkommen wurde die Subventionierung des Unternehmens und der Abbau von Förderkapazitäten für den Zeitraum bis 2012 mit der Bundesregierung ausgehandelt.

1998 übernahm das Unternehmen die Saarbergwerke und 1999 die Preussag Anthrazit GmbH. Dadurch wurde die Ruhrkohle-Tochtergesellschaft DSK AG Eigentümerin sämtlicher noch fördernder deutscher Steinkohlezechen. Der Konzern betrieb in diesem Zusammenhang auch eine Reihe von Werksbahnen und Bergehalden.

Das Unternehmen wandelte sich danach – unter anderem durch Übernahme der Degussa und der STEAG – zu einem weltweit tätigen diversifizierten Montan-, Energie- und Chemiekonzern.

Nach der Übernahme der Degussa und der STEAG änderte die Ruhrkohle AG ihren Namen in RAG Aktiengesellschaft.

Am 14. September 2006 wurden die Geschäftsfelder Chemie, Energie und Immobilien der RAG in Form der RAG Beteiligungs-AG ausgegliedert und am 12. September 2007 in Evonik Industries AG umbenannt, da der alte Name RAG zum einen zu sehr mit Kohle und Bergbau verbunden war und man zum anderen internationale Investoren nicht verschrecken wollte, da „rag“ im Englischen „Lumpen“ heißt.

 

Dieser Text basiert auf dem Artikel  Portal:  RAG Aktiengesellschaft aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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