Bergisches Land

Das Bergische Land ist eine Region in Nordrhein-Westfalen (Deutschland), die nach dem historischen Territorium Herzogtum Berg benannt ist. Es liegt auf der rechten Rheinseite und umfasst neben dem Bergischen Städtedreieck Remscheid–Solingen–Wuppertal auch den Kreis Mettmann, die kreisfreie Stadt Leverkusen, den Rheinisch-Bergischen und den Oberbergischen Kreis sowie Teile des Rhein-Sieg-Kreises. Die historisch bedeutsamen bergischen Städte Mülheim an der Ruhr und Düsseldorf sowie die rechtsrheinischen Teile Kölns werden momentan weniger selbstverständlich zum Bergischen Land gerechnet.

Das Bergische Land liegt vor allem im niederschlagsreichen (Luvseite) Westen des Nordostflügels (Süderbergland) des Rheinischen Schiefergebirges, Hauptflüsse sind die Wupper (Niederbergisches) und die Agger (Oberbergisches Land). Höchster Berg ist mit 519 m ü. NHN die Homert bei Gummersbach; der höchste öffentlich zugängliche Punkt liegt etwa 6 km westsüdwestlich davon auf dem Unnenberg (505,7 m ü. NHN): die auf 31,8 m Höhe gelegene Aussichtsplattform des rund 45 m hohen Unnenbergturms.

Wirtschaft

Hohe Niederschläge und ein starkes Gefälle zum nahen Rhein sowie zu Ruhr bieten dem Bergischen Land günstige Bedingungen für die Nutzung der Wasserkraft. Dies bot der Kleineisenindustrie die Grundlage für eine frühzeitige wirtschaftliche Entwicklung des Bergischen Landes. Viele Orte spezialisierten sich auf die Produktion einer einzelnen Produktgruppe. So ist Velbert das Zentrum der Schloss-Industrie. Maschinenbau und Metallverarbeitung bestimmen das Leben in der „Werkzeugstadt“ Remscheid und in der vormaligen Stadt Cronenberg, die heute ein Stadtteil von Wuppertal ist. Rund 440 Millionen Euro, das sind 44 Prozent des gesamten Jahresumsatzes der Republik, werden in der Schneidwaren- und Besteckindustrie der Stadt Solingen erwirtschaftet. Dagegen waren das Tal der Wupper von Radevormwald aus Wupper abwärts, Wuppertal selbst sowie der Osten von Remscheid stärker von der Textilindustrie geprägt.

Der Waldreichtum infolge guter Niederschlagsbedingungen und vieler Hanglagen, die für andere Landwirtschaft weniger geeignet waren, sorgte für ein gutes Angebot an Grubenholz. Das unterstützte vielerorts das frühe Entstehen kleinerer Bergwerke, in denen vor allem Metallerze und Schiefer gebrochen wurden; später auch den Ausbau der großen Kohlezechen in Westfalen.

 

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